Staatsschulden Österreich
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Am Ende aber erwachen die Massen. Sie begreifen plötzlich, dass Inflation vorsätzliche Politik ist und auch endlos so weitergehen wird. – Ludwig von Mises, Österreichische Schule der Nationalökonomie

Ticker

Nachrichten-Ticker und Staatsschulden-Updates.

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+++ Milliarden-Subventionen: Fehler aus der Finanzkrise 2008 vermeiden. Wirtschaftliches Risiko und Gewinnausfälle von Konzernen und Unternehmen nach einer Umstellungsphase nicht alleine dem Staat (der Allgemeinheit) umhängen. Letztendlich sind fast alle Firmen direkt oder indirekt von der Corona-Krise betroffen. Volle Transparenz bei der Vergabe von Krediten, Garantien und Subventionen. Volle Transparenz bei staatlichen Beteiligungsgesellschaften (Cofag, StolzaufWien, ...). Subventionen nur gegen Anteile an Unternehmen, die nach der Krise so schnell wie möglich veräußert werden müssen.

+++ Handy-Massenüberwachung bzw. Kontaktüberwachung durch eine App, um in der Krise Leben zu retten? Unter einer Bedingung: das Amtsgeheimnis muss endgültig und vollständig fallen. Corona-Zahlen werden im Moment nur freiwillig ohne Rechtsanspruch von den Ministerien veröffentlicht.

+++ Wenn der Elefant aus Angst vor der Katze die Klippe hinunterspringt: Gegendarstellung zu "Der Hammer und der Tanz", dargelegt von Dr. Gunter Frank, Arzt und Dozent an der Business School St. Gallen.

Ohne belastbare Zahlen tappen wir weiter im Dunkeln. Politiker und die Eliten auf diesem Planeten werden sich die nächsten Tage und Wochen zwischen Pest und Cholera (Sorry für das Wortspiel) entscheiden müssen. Erste wissenschaftliche Studien weisen bei SARS-CoV-2 auf eine relativ niedrige Todesrate von weit unter 1% hin, hauptsächlich Menschen mit schweren Vorerkrankungen und sehr hohem Alter. Die veröffentlichten Fallzahlen haben einen Selection Bias, da eher schwere Fälle getestet werden.

Sollte sich dies bewahrheiten, wäre ein kompletter und langanhaltender Stillstand der Gesellschaft nicht so einfach zu rechtfertigen und der Schaden durch den Shutdown noch um ein Vielfaches größer als durch das Virus selbst.

Zeit nutzen, um Krankenhäuser hochzufahren — koste es, was es wolle — damit die Wirtschaft so schnell wie möglich hochgefahren werden kann, sonst ist der Schaden größer als durch das Virus selbst.

+++ Shutdown: Wie geht es weiter? Coronavirus: Der Hammer und der Tanz. Mögliches Post-Shutdown-Szenario: 2-3 Monate intensiver Shutdown, dann langsamer Neustart der Wirtschaft. Restriktionen werden langsam gelockert und bei Bedarf wieder verschärft. Das alles über 1-2 Jahre. Digitalisierung der Wirtschaft, Home-Office als Standard. Problem: Derzeit keine belastbaren Zahlen. Hängt alles von der tatsächlichen Gefährlichkeit und Ausbreitungsgeschwindigkeit des Virus ab. Computermodelle nur so gut wie die Daten. Daher Krankenhäuser und Intensivbetten hochfahren — koste es was es wolle — damit die Wirtschaft so schnell wie möglich hochgefahren werden kann.

+++ Wir unterstützen die Maßnahmen der Bundesregierung zur Eindämmung der Virusausbreitung und hoffen auf einen baldigen Turnaround, aber fordern noch zusätzlich die Krankenhäuser und Intensivbetten hochzufahren! Jetzt!

+++ Regierung kündigt 38 Milliarden Hilfspaket für die heruntergefahrene Wirtschaft an. Der Staat zahlt fast alle heruntergefahrenen Jobs bis zur Höchstbemessungsgrundlage (ca. 5300 Euro) weiter mit einer Kompensationsrate von 80% bis 90%. Staatsschulden und die Euro-Geldmenge werden in den nächsten Monaten stark steigen, um die Auswirkungen der Krise zu bekämpfen. Der Euro wird nach der Krise weniger wert sein. Wichtig ist, dass jetzt Krankenhäuser hochgefahren werden, damit auch die Wirtschaft so schnell wie möglich wieder hochgefahren werden kann.

Hilfspaket im Überblick:

+++ Update Ausgangsbeschränkungen: Ab Montag (16.3.2020) gibt es Ausgangsbeschränkungen in Österreich, nicht generelle Ausgangssperren, wie fälschlicherweise angekündigt (Grund Panik). Ausnahmen sind der Weg von und zur Arbeit, dringende Besorgungen (zum Beispiel Lebensmittel), anderen Menschen zu helfen, und Spaziergänge alleine oder mit Menschen, mit denen man zusammenwohnt. Das sind sinnvolle und dringend notwendige Maßnahmen, um die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Virus zu verlangsamen und das Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Im Freien ist das Ansteckungsrisiko sehr gering, wenn man große Menschenmassen meidet. Laut TU-Wien-Studie würde bereits eine Reduktion der Sozialkontakte um 25% den Peak um die Hälfte senken. Daher sind Ausgangsbeschränkungen und alle bisherigen Maßnahmen sehr wichtig und notwendig, um den Kampf gegen das Coronavirus zu gewinnen. Daher die Bitte, beherzigt die Maßnahmen zu Hause zu bleiben, soweit das geht, achtet auf Hand-Hygiene, haltet einen Abstand von min. 1-2 Metern zu anderen Menschen und reduziert in den folgenden Wochen Sozial-Kontakte auf das "absolute Minimum". So packen wir das!

+++ Corona-Krise LÖSUNGEN: Intensivbetten reichen nur noch für 14 Tage, wenn keine Maßnahmen gesetzt werden. [1] Krankenhäuser und Intensivbetten hochfahren! Atemgeräte beschaffen! Jetzt! Nur die Wirtschaft herunterfahren reicht nicht. Wir brauchen ein funktionierendes Gesundheitssystem und die Wirtschaft, sonst ist der Schaden noch um ein Vielfaches größer als durch den Virus selbst.

Zur Bewältigung der Krise sind kreative Ideen gefragt aus der Wirtschaft und der Forschung und jetzt vor allem Improvisation. Messehallen mit 800+ Betten sind die denkbar schlechteste Lösung für Krankenhäuser.

LÖSUNGEN: Krankenhäuser und Intensivbetten hochfahren! Jetzt!

1. Kur- und Reha-Zentren, leerstehende Hotels, Schulen und Kasernen zu Krankenhäusern und Intensivstationen umrüsten. Messehallen haben nicht die notwendige sanitäre Infrastruktur und räumliche Trennung!

2. Intensivbetten und Atemgeräte beschaffen oder selbst produzieren!

3. Die Wirtschaft und Industrie um Hilfe bitten. Hier sind kreative Lösungen gefragt. Unsere oder die deutsche High-Tech-Industrie können das produzieren. Auch kurzfristig, spätestens für den nächsten Outbreak.

4. China offiziell um Hilfe bitten. China hat das notwendige Know-How, Equipment und Personal, das sie uns schicken könnten, wenn sich die Situation dort langsam beruhigt. Italien hat bereits angefragt und eine Delegation empfangen.

5. Medizinisches Personal hochfahren (Medizin-Studenten, Zivildiener, GWD). Crash-Kurse organisieren, wie man Menschen mit akutem Atemwegs-Syndrom (respiratory syndrome) hilft. Das ist keine Raketenwissenschaft und dafür braucht man kein 5-jähriges Studium! Improvisation ist auf allen Ebenen gefragt!

Die gute Nachricht: Es werden sich nicht alle Österreicher gleichzeitig mit dem Virus anstecken, auch wenn man keine Maßnahmen setzt, aber unser Gesundheitssystem muss hochgefahren werden und zwar schnell!

Auch nach einem Shutdown könnte eine neue Outbreak-Welle auf uns zu kommen, wenn der Virus saisonal ist, dann spätestens mit der nächsten Grippewelle und wenn nicht, dann unmittelbar nach dem Shutdown. Deswegen ist die Krankenhausinfrastruktur so wichtig. So packen wir das!

+++ Coronavirus-Referenzen

[1] Complexity Science Hub Vienna: Intensivbetten-Kapazität reicht noch 14 Tage (12.03.2020)
[2] Complexity Science Hub Vienna: Kapazitäten bei Spitalsbetten
[3] Addendum: Österreich hat 2500 Intensivbetten, davon sind 80% belegt!
[4] Tomas Pueya: Coronavirus: Warum du jetzt handeln musst!
[5] Tomas Pueya: Coronavirus: Der Hammer und der Tanz [Deutsche Fassung]
[6] Washington Post: Outbreak-Computersimulation und wie man die Kurve abflachen kann
[7] Johns Hopkins: Coronavirus COVID-19 Tracker
[8] Wikipedia: COVID-19 Fallzahlen, Ausbreitung und Todesrate in Österreich
[9] Studie zu Hydroxychloroquine und Azithromycin als mögliches Medikament gegen COVID-19
[10] Roland Alton: Corona: Ohne Stichproben tappen wir im Dunkeln
[11] Dr. Gunter Frank: Wenn der Elefant aus Angst vor der Katze die Klippe hinunterspringt
[12] Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin: COVID-19: Wo ist die Evidenz?
[13] Gesundheitsministerium: Amtliches Dashboard COVID19
[14] 3Blue1Brown: Simulating an epidemic (Video)
[15] maiLab: Corona geht gerade erst los (Video)
[16] SORA: Erste repräsentative Stichprobe [Dunkelziffer vielleicht 3x größer, Ergebnis aber nicht belastbar]
[17] Dr. Ioannidis: Antikörper-Studie Santa Clara, Kalifornien (Video)
[18] Financial Times: Coronavirus-Statistiken
[19] CSH: Corona-Ampel Österreich

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