Staatsschulden Österreich
.183
EUR
.506
Tausend
.533
Millionen
318
Milliarden

Die Verschuldung der Republik Österreich beträgt per 25.01.2021 8:03 insgesamt* EUR 318.533.506.183

Das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung je Staatsbürger von EUR 42.926

bzw. aufgeteilt auf alle Erwerbstätigen, je Erwerbstätigen EUR 73.305

Dieser Kredit kostet den Staat jährlich Zinsen von EUR 5.225.330.553

bzw. je Bürger (je Erwerbstätigen) jährlich EUR 704 (1.203)

CORONAVIRUS-SHUTDOWN

+++ Lockdown-Verlängerung bis mindestens 7. Februar 2021: Ehrlicher wäre zu sagen, wir müssen noch mindestens 3-6 Monate durchhalten, bis die vulnerablen Gruppen durchgeimpft sind und es auch wegen der wärmer werdenden Jahreszeit zu einer Entspannung kommt.

Dauer-Lockdowns wirken, sind aber keine nachhaltige Lösung und verursachen ebenfalls enorme gesellschaftliche, gesundheitliche und wirtschaftliche Schäden und kosten ebenfalls Lebenszeit.

Der derzeitige Plan könnte noch wesentlich ambitionierter sein, mit Schutzkonzepten (Hygieneregeln, Maske, verringerter Kundenstrom, bessere Lüftungsanlagen, Eintrittstest bei Veranstaltungen, ...) den Handel und möglichst viele Dienstleistungen wieder zu öffnen, um auch den wirtschaftlichen Schaden zu minimieren bei gleichzeitigem Ausbau der Tracing und Krankenhausinfrastruktur, um für weitere Wellen gerüstet zu sein.

Wenn MNS- oder FFP2-Masken so einen guten Schutz vor respiratorischen Viren bieten, warum kann man den Handel dann nicht bei sinkenden Hospitalisierungs- und Infektionszahlen öffnen?

+++ Staatsschulden-Anekdote/Rätsel: Nehmen wir an, ein Geschäftsmann ist beruflich unterwegs und benötigt ein Zimmer und zahlt 100 Euro im Voraus.

Der Hotelier freut sich, nimmt die 100 Euro und gibt sie gleich dem Bäcker, bei dem er Schulden hat.

Der wiederum freut sich und gibt es gleich dem Fleischer, bei welchem er Schulden hat.

Dieser wiederum zahlt noch seine Schulden der Wirtin. Diese, hoch erfreut, zahlt gleich ihre Schulden an den Hotelier vom Beginn.

Und jetzt kommt der beruflich Reisende vom Anfang, teilt mit, er kann corona-bedingt nicht kommen und der Hotelier überweist ihm die 100 Euro wieder retour.

Rätsel: Sind jetzt alle schuldenfrei? Was ist, wenn der Reisende, der Hotelier, der Bäcker, die Wirtin keine Personen, sondern Staaten sind?

Antwort: Das würde tatsächlich funktionieren, wenn sich alle Menschen (bzw. Staaten) gegenseitig oder in einer Schuldenkette (wie oben geschildert) jeweils den exakt gleichen Betrag schulden. In der Realität ist es aber so, dass nicht alle Staaten gleich verschuldet sind, sondern sich ein EU-Staat auf Kosten der anderen bereichert, falls er (bei Banken oder indirekt bei der EZB) mehr Schulden aufnimmt als die anderen und diese nie zurückzahlt.

+++ Wenn es bloß auch so eine effektive Impfung gegen Staatsschulden geben würde ;)

BioNTech/Pfizer Impfung vs. Placebo Chart

COVID-19-Infektionen nach der ersten Impfung: BioNTech (blau) vs. Placebo-Gruppe (rot)

Quelle: BioNTech/Pfizer via Florian Krammer (Twitter)

+++ Historischer Tag für Österreich und die EU: Yeah, Science! EU-weiter Impfstart gegen COVID-19 ist angelaufen. Es gibt noch berechtigte Fragen bezüglich der neuartigen (mRNA-)Impfstoffe zum Beispiel, wie lange die Immunität anhält, ob die Impfung auch vor Übertragung schützt, ob es noch unbekannte Langzeitfolgen und sehr seltene Nebenwirkungen gibt.

Man muss allerdings auch bedenken, dass auch eine COVID-Erkrankung ein Risiko birgt und Langzeitfolgen verursachen kann und daher ist es wie immer eine Abwägungsfrage, die jeder für sich entscheiden muss. 

In den nächsten Monaten werden diese offenen Fragen aber hoffentlich beantwortet werden und wenn die neuen Impfstoffe in der Praxis genau so gut funktionieren wie in den Phase 3-Studien, dann können wir die Pandemie bald überwunden haben und mit breiter Verfügbarkeit der Impfstoffe sollten dann auch alle Maßnahmen wieder zurückgenommen werden.

+++ Dritter Shutdown in Österreich: Total-Lockdown bis 18. oder sogar 25. Jänner 2021, wenn man sich nicht am Ende des Lockdowns "freitesten" lässt. Link zur Verordnung, die noch kein "Freitesten" enthält, da ein solcher Testzwang in einem Rechtsstaat ohne gesetzliche Grundlage nicht möglich ist.

Ein Corona-Schnelltest ist immer eine Momentaufnahme und verliert schon nach kurzer Zeit seine Relevanz. Eine solche Regelung könnte daher verfassungswidrig sein, da es sachlich nicht begründbar ist, warum man bis zu einer Woche nach einem relativ ungenauen Schnelltest in ein Gasthaus oder Geschäft gehen darf und sonst nicht.

Die Hospitalisierungszahlen sind in Österreich erfreulicherweise seit der Wirkung des Lockdown Light Mitte November rückläufig. Der dritte Shutdown dauert zu lange und sollte bei fallenden Infektions- und Hospitalisierungszahlen auch rascher wieder aufgehoben werden, da ein Lockdown ebenfalls enorme gesellschaftliche, wirtschaftliche und auch gesundheitliche Schäden verursacht.

Schöne Feiertage trotz Lockdown und einen guten Rutsch in das neue Jahr, das hoffentlich besser wird als 2020.

+++ Coronavirus-Referenzen

[1] Complexity Science Hub Vienna: Intensivbetten-Kapazität reicht noch 14 Tage (12.03.2020)
[2] Complexity Science Hub Vienna: Kapazitäten bei Spitalsbetten
[3] Addendum: Österreich hat 2500 Intensivbetten, davon sind 80% belegt!
[4] Tomas Pueya: Coronavirus: Warum du jetzt handeln musst!
[5] Tomas Pueya: Coronavirus: Der Hammer und der Tanz [Deutsche Fassung]
[6] Washington Post: Outbreak-Computersimulation und wie man die Kurve abflachen kann
[7] Johns Hopkins: Coronavirus COVID-19 Tracker
[8] Wikipedia: COVID-19 Fallzahlen, Ausbreitung und Todesrate in Österreich
[9] Studie zu Hydroxychloroquine und Azithromycin als mögliches Medikament gegen COVID-19
[10] Roland Alton: Corona: Ohne Stichproben tappen wir im Dunkeln
[11] Dr. Gunter Frank: Wenn der Elefant aus Angst vor der Katze die Klippe hinunterspringt
[12] Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin: COVID-19: Wo ist die Evidenz?
[13] AGES: Amtliches Dashboard COVID19
[14] 3Blue1Brown: Simulating an epidemic (Video)
[15] maiLab: Corona geht gerade erst los (Video)
[16] SORA: Erste repräsentative Stichprobe [Dunkelziffer vielleicht 3x größer, Ergebnis aber nicht belastbar]
[17] Dr. Ioannidis: Antikörper-Studie Santa Clara, Kalifornien (Video)
[18] Financial Times: Coronavirus-Statistiken (Übersterblichkeit)
[19] CSH: Corona-Ampel Österreich
[20] ECDC: Offizielle COVID-19-Zahlen der Europäischen Union und UK
[21] Offizielle Corona-Ampel der Bundesregierung
[22] Dashboard zur Corona-Schutzimpfung in Österreich

» Ältere Ticker-Updates

News

[Subventionen] Wie der Staat Unternehmer und Künstler unterstützen will
2021-01-17 Die Presse

[Lockdown] Aktuell kein einziger Influenza-Fall in Österreich
2021-01-17 Der Standard

[Inflation] Inflationsängste trimmen Goldpreis auf Rekordkurs
2021-01-17 Der Standard

[Inflation] Hauspreise in Österreich stark gestiegen
2021-01-14 Die Presse

[Inflation] Harte Zeiten für Sparer: Die Billionen sind wieder da
2021-01-14 Die Presse

[Lockdown] Handel sieht 100.000 Jobs gefährdet, jeder vierte Händler sei zahlungsunfähig
2021-01-14 Der Standard

[Privilegien] Die Nationalbank-Pensionen sind – schon wieder – zu hoch
2021-01-14 Die Presse

Gebetsfeier im Parlament hat mehr als 10.000 Euro gekostet
2021-01-13 Der Standard

[Inflation] EZB-Direktorin Schnabel: "Die Inflation ist nicht tot"
2021-01-12 Der Standard

[Inflation] Staatsschulden: So what?
2021-01-12 Der Standard

» Ältere Nachrichten | Staatsschulden Österreich Widget für Ihre Homepage

Werbung

» Staatsschulden Österreich auf Facebook

Schuldenstände der letzten Jahre

ESVG 2010
JahrStaatsschulden 4. Quartal% BIP
2020EUR317.000.000.00084,0%
2019EUR280.344.000.00070,5%
2018EUR285.322.000.00074,0%
2017EUR289.863.000.00078,5%
2016EUR296.244.000.00082,8%
2015EUR292.265.000.00084,9%
2014EUR280.001.000.00084,0%
2013EUR263.229.000.00081,3%
2012EUR261.041.000.00081,9%
2011EUR255.684.000.00082,4%
2010EUR244.697.000.00082,7%
2009EUR230.015.000.00079,9%
2008EUR201.810.000.00068,7%
2007EUR184.675.000.00065,0%
2006EUR180.270.000.00067,3%
2005EUR174.403.000.00068,6%
2004EUR157.985.000.00065,2%
2003EUR152.688.000.00065,9%
2002EUR151.296.000.00066,7%
2001EUR147.154.000.00066,7%
2000EUR141.246.000.00066,1%
1995EUR120.660.000.00068,3%
1990EUR76.518.000.00056,2%
1980EUR27.002.000.00035,3%
1970**EUR3.421.000.00012,5%
** Finanzschuld des Bundes 1970

Hinweis: Nachträgliche Änderung der Zahlen aufgrund von Korrekturen oder methodischer Neuberechnung der Staatsschulden und des BIP möglich. Es handelt sich hierbei um eine Momentaufnahme der offiziell veröffentlichten Daten. Zum Vergleich nach ESVG 1995.

Quelle

Österreichische Nationalbank
* Prognose der minimalen Gesamtverschuldung (Bund, Länder, Gemeinden, Versicherungsträger) basierend auf den gemäß Maastricht gemeldeten Kennzahlen. Ausgelagerte Schulden (ÖBB, ASFINAG, BIG, HETA/KA Finanz etc.) aber exklusive Haftungen (Landeshaftungen, Rettungsschirme, ESM etc.) sollten laut ESVG 2010 großteils berücksichtigt sein. Stand: September 2020

Impressum

Medieninhaber: DI Viktor Krammer 1070 Wien
Grundlegende Richtung: Information über die Budgetpolitik der Republik Österreich

Staatsschulden Österreich