Die Verschuldung der Republik Österreich beträgt per 08.06.2026 18:48 insgesamt* EUR
427.525.094.521
Das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung je Staatsbürger von
EUR 57.761
bzw. aufgeteilt auf alle Erwerbstätigen, je Erwerbstätigen
EUR 96.313
Dieser Kredit kostet den Staat jährlich Zinsen von
EUR
8.672.205.059
bzw. je Bürger (je Erwerbstätigen) jährlich
EUR
1.172 (1.954)
Staatsschulden Ticker
Österreich verliert letztes Triple-A-Rating
+++ Österreich verliert letztes Triple-A-Rating: Nun hat auch die Ratingagentur Morningstar DBRS Österreich von AAA auf AA (high) herabgestuft, allerdings mit einem stabilen Ausblick. Die Herabstufung begann bereits im Jahr 2012 als Standard & Poor's (S&P) Österreich das höchste Rating entzog. Gründe sind mannigfaltig, geringes Wachstum, strukturelle Faktoren, ungünstige demografische Entwicklung, hohe Energiepreise, geopolitische Unsicherheiten und nicht zuletzt auch die negative Entwicklung beim Haushalt und der Staatsschulden.
Überblick Doppelbudget 2027/28
+++ Überblick Doppelbudget 2027/28: Die Dreier-Koalition hat die Eckpunkte des Budgets für die kommenden beiden Jahre präsentiert, das Budgetdefizit soll bis 2028 auf 3% reduziert werden, größte Position ist die Senkung der Lohnnebenkosten (Flaf-Beitrag) um 1% (von 3,7% auf 2,7%) für Unternehmen, worauf etwa die Hälfte des Volumens von 5,1 Milliarden entfallen wird. Die andere Hälfte sind im Wesentlichen Steuererhöhungen und Leistungskürzungen, um das Budget zu konsolidieren und die Flaf-Senkung zu finanzieren:
Pensionen sollen um 0,25% unter der Inflation erhöht werden, Arbeitslosenversicherungsbeitrag wird für Niedrigverdiener/Teilzeit wieder eingeführt, keine Inflationsanpassung für Familien/Sozialleistungen, SV-Höchstbemessungsgrundlage für Besserverdiener soll um 200 Euro angehoben werden, Flaf-Beitrag für über 60 Jährige, Wartefrist von mehreren Jahren bei der Sozialhilfe, Anpassungen bei nicht notwendigen Kuren, Körperschaftssteuer wird ab einer Million Gewinn um 1% von 23% auf 24% erhöht (progressive KÖSt), Bankenabgabe verlängert, Immoertragsteuer wird für Grundstücke im Altbestand erhöht, Home-Office-Pauschale fällt, Wiedereinführung Agrardiesel-Rückvergütung, Sozialpaket (zweites verpflichtendes Kindergartenjahr), Einsparungen in Ministerien/Verwaltung (600 Millionen), neue Paketabgabe von 2 Euro für Online-Bestellungen.
Der Fiskalrat sieht einen deutlich höheren Konsolidierungsaufwand von 4,4 Milliarden für das Jahr 2027, um das Defizit auf die geplanten 3,5% zu senken. Das Sparpaket wird daher wohl nicht das letzte gewesen sein. Budgetdefizit und Staatsschulden im Auge behalten.
Das Budgetdefizit 2025 betrug 21,5 Milliarden Euro oder 4,2% des BIP (PDF)
+++ Das Budgetdefizit 2025 betrug 21,5 Milliarden Euro oder 4,2% des BIP (PDF): Österreich hat 2025 etwas besser abgeschnitten als noch vor Kurzem prognostiziert. Statt 4,5% des BIP beträgt das gesamtstaatliche Defizit 4,2%. Der Bund schnitt etwas besser ab als erwartet, dafür stieg das Defizit bei den Ländern. Die Schuldenstand betrug laut vorläufigem Abschluss Ende 2025 418,1 Milliarden Euro und steigt damit auf 81,5% des BIP.
Staatsquote 2025 auf 55,3% gestiegen
+++ Staatsquote 2025 auf 55,3% gestiegen: Die Abgabenquote (Steuern und Abgaben) betrug letztes Jahr 44,3%. Neue Statistik zur Staats- und Abgabenquote auf staatsschulden.at. Die Staatsquote gibt das Verhältnis aller Staatsausgaben zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) an und umfasst auch Sozial-, Krankenversicherungs- und Pensionsausgaben. Intuitiv misst die Staatsquote daher, wie viel Geld einer Volkswirtschaft durch den Staat fließt und gibt damit auch einen Grad der Umverteilung an. Eine hohe Staatsquote bedeutet, dass der Staat nicht nur unbedingt viel ausgibt, sondern auch umverteilt. Steigende Staatsschulden erhöhen ebenfalls die Staatsquote, während dieser Effekt in die Abgabenquote nicht einfließt. Der Staat kann durch Verschuldung mehr ausgeben als einnehmen. Staats- und Abgabenquote im Auge behalten.
Angepasster Warenkorb für die Inflationsberechnung VPI 2026 [PDF]
+++ Angepasster Warenkorb für die Inflationsberechnung VPI 2026 [PDF]: Die Gewichtungen des Warenkorbs für die Inflationsberechnung (Verbraucherpreisindex) werden alle fünf Jahre von der Statistik Austria angepasst, um dem veränderten Konsumverhalten Rechnung zu tragen.
Wenn ein Produkt oder eine Dienstleistung zum Beispiel erheblich teurer wird und in Folge weniger konsumiert wird, fließt diese Teuerung dann geringer in die Inflationsberechnung ein.
Die Unterschiede zu 2021 fallen in der Praxis aber nicht so stark ins Gewicht, wie man das vermuten würde. Verglichen mit 2021 wurde das Gewicht für Wohnen und Energie um 2,2% von 18,7% auf 20,9% erhöht, Lebensmittel um 0,5% auf 11,8%, während das Gewicht für die Gastronomie um circa 1% auf 11,4% sank. Die drittgrößte Gewichtsänderung betrifft Information und Kommunikation, dessen Anteil ebenfalls um circa 1% reduziert wurde.
Die individuelle, gefühlte Inflation kann sich von der VPI-Kennzahl jedoch deutlich unterscheiden, je nachdem, wie stark man von den einzelnen Bereichen persönlich betroffen ist. Inflation und Staatsschulden im Auge behalten.
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News
[Rating] Österreich verliert letzte Triple-A-Bewertung
2026-06-06 Die Presse
[Budgetkrise] [Staatsquote] [Steuerlast] [Bürokratie] Warum das Doppelbudget Murks bleibt
2026-06-03 Die Presse
[Budgetkrise] Österreichs Defizit laut EU-Kommission auf Sanierungskurs
2026-06-03 Die Presse
[Budgetkrise] In der Verwaltung des Staates sollen 2000 Stellen eingespart werden
2026-06-03 Der Standard
[Corona-Hilfen] [Subventionen] Geldregen für die Finanz? Unternehmen müssen wohl Millionen an Corona-Hilfen zurückzahlen
2026-06-03 Der Standard
[Budgetkrise] [Inflation] Inflation bei 3,7 Prozent: Wo die Bevölkerung wegen der Teuerung am stärksten spart
2026-06-02 Der Standard
[WKO] [Kammern] Es geht anscheinend ja doch, beim Staat zu sparen
2026-06-02 Die Presse
[Budgetkrise] [Subventionen] Von Klima bis Arbeitsmarkt: Wo der Staat bei Förderungen inzwischen spart
2026-06-01 Der Standard
[Budgetkrise] KSV1870-CEO: "Ich sehe keine strukturellen Reformen im Doppelbudget"
2026-06-01 selektiv.at
[Budgetkrise] Versicherung öffentlich Bediensteter erhöht Selbstbehalt auf 20 Prozent
2026-05-30 Der Standard
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Schuldenstände der letzten Jahre
ESVG 2010
| Jahr | Staatsschulden 4. Quartal | % BIP |
| 2025 | EUR | 418.078.000.000 | 81,5% |
| 2024 | EUR | 395.051.000.000 | 80,0% |
| 2023 | EUR | 371.621.000.000 | 77,8% |
| 2022 | EUR | 351.144.000.000 | 78,1% |
| 2021 | EUR | 334.731.000.000 | 82,4% |
| 2020 | EUR | 316.360.000.000 | 83,2% |
| 2019 | EUR | 280.975.000.000 | 71,0% |
| 2018 | EUR | 285.840.000.000 | 74,6% |
| 2017 | EUR | 290.373.000.000 | 79,1% |
| 2016 | EUR | 296.693.000.000 | 83,4% |
| 2015 | EUR | 292.874.000.000 | 85,6% |
| 2014 | EUR | 281.289.000.000 | 85,2% |
| 2013 | EUR | 264.761.000.000 | 82,4% |
| 2012 | EUR | 262.565.000.000 | 82,9% |
| 2011 | EUR | 256.876.000.000 | 83,4% |
| 2010 | EUR | 245.985.000.000 | 83,7% |
| 2009 | EUR | 231.173.000.000 | 80,8% |
| 2008 | EUR | 202.915.000.000 | 69,5% |
| 2007 | EUR | 185.730.000.000 | 65,8% |
| 2006 | EUR | 181.304.000.000 | 68,2% |
| 2005 | EUR | 175.204.000.000 | 69,4% |
| 2004 | EUR | 158.546.000.000 | 65,9% |
| 2003 | EUR | 153.107.000.000 | 66,4% |
| 2002 | EUR | 151.800.000.000 | 67,4% |
| 2001 | EUR | 147.503.000.000 | 67,2% |
| 2000 | EUR | 141.543.000.000 | 66,6% |
| 1995 | EUR | 120.650.000.000 | 68,6% |
| 1990 | EUR | 76.518.000.000 | 56,2% |
| 1980 | EUR | 27.002.000.000 | 35,3% |
| 1970** | EUR | 3.421.000.000 | 12,5% |
** Finanzschuld des Bundes 1970
Hinweis: Nachträgliche Änderung der Zahlen aufgrund von Korrekturen oder methodischer Neuberechnung der Staatsschulden und des BIP möglich. Es handelt sich hierbei um eine Momentaufnahme der offiziell veröffentlichten Daten. Zum Vergleich nach ESVG 1995.
Quelle
Österreichische Nationalbank
* Prognose der minimalen Gesamtverschuldung (Bund, Länder, Gemeinden, Versicherungsträger) basierend auf den gemäß Maastricht gemeldeten Kennzahlen. Ausgelagerte Schulden (ÖBB, ASFINAG, BIG, HETA/KA Finanz etc.) aber exklusive Haftungen (Landeshaftungen, Rettungsschirme, ESM etc.) sollten laut ESVG 2010 großteils berücksichtigt sein. Stand: März 2026
Impressum
Medieninhaber: DI Viktor Krammer 1070 Wien
Grundlegende Richtung: Information über die Budgetpolitik der Republik Österreich