Staatsschulden Österreich
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Am Ende aber erwachen die Massen. Sie begreifen plötzlich, dass Inflation vorsätzliche Politik ist und auch endlos so weitergehen wird. – Ludwig von Mises, Österreichische Schule der Nationalökonomie

Ticker

Nachrichten-Ticker und Staatsschulden-Updates.

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+++ Folgen des Lockdowns: Spitäler haben laut Kontrast-Bericht 130 Millionen Euro weniger zur Verfügung, da es mehr Arbeitslose und weniger sozialversicherungspflichtiges Einkommen gibt. Das ist ein Teufelskreislauf. Ohne Wirtschaft gibt es auch kein funktionierendes Gesundheitssystem und umgekehrt.

+++ Budgetentwurf 2021: Prognostiziertes Bundesdefizit 2020/2021 bei -9,5% bzw. -6,3% und Maastricht-Verschuldung steigt von 70,5% (2019) auf 84% (2020) bzw. 84,8% (2021). Politik verspricht budgetäre Erholung in drei bis vier Jahren — bis 2024 soll das Bundesdefizit wieder auf -1,5% sinken.

+++ Die EZB denkt ernsthaft über die Einführung einer eigenen "Kryptowährung" nach. Allerdings wird der E-Euro keine offene, dezentrale und erlaubnisfreie Kryptowährung wie Bitcoin sein, sondern ein zentralisierter Stablecoin, der genauso wie der Euro selbst inflationär ist.

Vorteile des E-Euros wären Instant-Transaktionen und Effizienz-Steigerungen von Payment-Systemen und des Geldsystems an sich und dass damit der Euro fit für das digitale Zeitalter wird. Bargeld wird in Zukunft an Relevanz verlieren, aber weiterhin als Alternative bestehen bleiben.

+++ Staatsschulden-Update der Statistik Austria: Die Staatsverschuldung steigt erstmals über 300 Milliarden Euro und liegt schon bei 82,6 Prozent des BIP.

+++ Kurzarbeit für neue Mitarbeiter? Können neu angestellte Mitarbeiter sofort in Kurzarbeit geschickt werden und vom Staat subventioniert werden? Das AMS hat in dieser Frage anscheinend seine Meinung geändert und fordert jetzt rückwirkend von den Unternehmern Kurzarbeitsbeihilfen in Millionenhöhe zurück, da es als Missbrauch der Kurzarbeit-Regelung ausgelegt wird. Kurzarbeit sei geschaffen worden, um bestehende Mitarbeiter in einem Beschäftigungsverhältnis zu halten, nicht neue zu subventionieren.

+++ FinCEN: Das größte Geldwäsche-Vehikel ist nicht das Bargeld, auch nicht Kryptowährungen, sondern Banken.

Investigative Journalisten von ICIJ haben Fälle von Geldwäsche aufgedeckt und beschreiben, wie Banken Großkunden helfen, Geld zu waschen.

Wobei man Banken nicht die alleinige Schuld geben kann. Transaktionen werden bereits jetzt rigoros überwacht und dem Staat gemeldet. Bei FinCEN geht es mehr um Oligarchen und Milliardäre. Das ist eine andere Liga. Banken sind nur das Mittel – Kriminalität und Korruption das eigentliche Problem.

Mit noch mehr Überwachung und Einschränkung von Bürgerrechten wird man das Problem der internationalen Kriminalität nicht lösen.

+++ Irreführende Überschrift "Anleger zahlen, um Österreich Geld borgen zu dürfen" (Die Presse): Tatsächlich machen Anleger auch mit Staatsanleihen, die negativ verzinst werden, Profite. Sonst würden sie diese nicht kaufen. Wie? Indem sie auf steigende oder fallende Anleihenkurse spekulieren und negativ verzinste Anleihen zu höheren Kursen der EZB verkaufen. QE macht das möglich, was eigentlich völlig absurd ist: Negative Zinsen auf Kredite und Sparguthaben.

+++ Bahn frei für Hyperinflation? [Video] Der Investment Punk analysiert, was die Aufhebung des 2%-Inflationsziels durch die US-Zentralbank Fed bedeutet.

+++ Was sind Zombie-Unternehmen? [Video] Christian Rieck erklärt in einem neuen Video die Theorie der Zombie-Unternehmen. Zombie-Unternehmen sind überschuldete Unternehmen, die nur aufgrund der Null-Zins-Politik der EZB auf Kosten der Allgemeinheit künstlich am Leben gehalten werden und zu einer suboptimalen Ressourcen-Allokation der Wirtschaft beitragen.

+++ Geld drucken, koste es, was es wolle? So sieht der Anfang vom Ende einer Fiat-Währung aus: Die türkische Lira hat gegenüber dem Euro seit Ausbruch der Corona-Krise ein Viertel ihres Werts verloren.

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Medieninhaber: DI Viktor Krammer 1070 Wien
Grundlegende Richtung: Information über die Budgetpolitik der Republik Österreich

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